Was ist eine IP-Adresse?

Zuletzt bearbeitet am 5. August 2023 Gepostet am 25. Juli 2023
Allgemein

Damit ein Gerät in einem Netzwerk – vor allem im Internet – kommunizieren kann, braucht es eine eindeutige Adresse, über die es angesprochen werden kann. Die IP-Adresse kannst Du Dir wie eine Hausnummer vorstellen. Jedes Haus hat eine eigene Hausnummer – diese kann sich aber im Laufe der Zeit ändern, da sie nicht fest an Dein Gerät gebunden ist. Um in einem Netzwerk Informationen senden oder empfangen zu können, ist es wichtig, dass jedes Gerät eine IP-Adresse erhält. Ohne IP-Adresse würden die Informationen verloren gehen, genauso wie ein Brief, der ohne Adresse versendet wird.

Aber wie sehen IP-Adressen überhaupt aus? Dazu muss zunächst gesagt werden, dass es zwei verschiedene Arten von IP-Adressen gibt:

  • IPv4-Adressen
  • IPv6-Adressen

Da es von IPv4-Adressen nur eine begrenzte Anzahl an Adressen gibt und es mittlerweile immer mehr Endgeräte gibt, die eine IP-Adresse benötigen, werden IPv4-Adressen in näherer Zukunft ausgehen. Deshalb wurden IPv6-Adressen eingeführt.

IPv4-Adressen

Eine IPv4-Adresse (32-Bit Adresse) ist eine Aneinanderreihung von vier Bytes (jeweils 8 Bits), die jeweils durch einen Punkt getrennt werden. Sie kann entweder mit Dezimalzahlen (1-255) oder in Binärzahlen (Lernbeitrag Zahlensysteme) dargestellt werden. Die Punkte haben dabei nichts mit den üblichen Tausendertrennzeichen zu tun. Insgesamt gibt es ungefähr 4,3 Milliarden (232) IPv4-Adressen.

IPv4-Adressen können in öffentliche und private Adressen unterteilt werden. Private Adressen können weltweit z.B. innerhalb von verschiedenen LAN´s (Lokal Area Network oder Lokales Netzwerk) mehrmals vergeben werden. Meistens hat ein LAN dann eine oder mehrere öffentlichen IP-Adressen, über die das LAN mit dem Internet oder anderen LAN´s kommuniziert. Die öffentlichen Adressen dürfen weltweit nur einmal vergeben werden und müssen eindeutig sein.
Die Adressbereiche können noch weiter unterteilt werden – z.B. innerhalb eines LAN´s, um die Verwaltung dieses zu vereinfachen. Dieser Vorgang wird Subnetting genannt. Wenn Du mehr über Subnetting erfahren möchtest, kannst Du Dir den Lernbeitrag „Eintauchen in die Welt des Subnettings“ ansehen.

IPv6-Adressen

Wie bereits erwähnt, wurden IPv6 Adressen entwickelt, um den wachsenden Bedarf an IP-Adressen im Internet zu bewältigen. Im Gegensatz zu IPv4-Adressen, das 32-Bit-Adressen verwendet, bestehen IPv6-Adressen aus 128 Bits. Dadurch sind etwa 340 Undezillionen (3,4*1038, das ist eine 34 mit 37 Nullen!) Adressen verfügbar, was mehr als genug ist, um jedem Gerät eine Vielzahl von Adressen zuzuweisen.
Eine IPv6-Adresse wird üblicherweise in acht Blöcke zu je 16Bit aufgeteilt und in hexadezimaler Form (Lernbeitrag Zahlensysteme) dargestellt. Jeder Block wird durch einen Doppelpunkt getrennt.

Wenn es aufeinander folgende Blöcke gibt, die jeweils nur aus Nullen bestehen, können diese weggelassen und die Adresse somit gekürzt werden. Die fehlenden Nullen werden durch zwei aufeinanderfolgende Doppelpunkte gekennzeichnet.
Neben dem Umstand, dass IPv6 über einen riesigen Adressbereich verfügt, hat IPv6 aber noch weitere Vorteile:

  • Einfachere Adressvergabe: die Netzwerkadressen können automatisch konfiguriert und zugewiesen werden.
  • Sehr sicher: IPv6 wurde mit eigenen Sicherheitsmaßnahmen entwickelt, was die Netzwerkkommunikation sehr sicher macht.
  • Bessere Leistung: die Datenübertragungsleistung wurde verbessert und die Latenzzeit dadurch reduziert.
  • Bessere Unterstützung für mobile Geräte: bei IPv6 können mobile Geräte, wie Dein Smartphone oder Tablet, leichter von einem Internetzugangspunkt zum nächsten wechseln.

Dies sind natürlich nur Grundinformationen zu IP-Adressen – mehr über IPv4- und IPv6-Adressen wirst Du während des Unterrichts am IT-Kolleg Imst lernen.

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