Kostenarten-, Kostenstellen- & Kostenträgerrechnung

Zuletzt bearbeitet am 5. August 2023 Gepostet am 13. Juli 2023
Allgemein

(Veidl, Bauer, Nitschinger; „Unternehmensrechnung HAK III – Gute Arbeit“; Auflage 2021; S. 6; Hölzel Verlag)

Wenn man in der internen Unternehmensrechnung über Kosten spricht, gibt es drei wichtige Begriffe, die man kennen sollte: Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung. Was genau bedeuten diese Begriffe und warum sind sie wichtig? Hier eine einfache Erklärung:

  1. Kostenartenrechnung Die Kostenartenrechnung ist der erste Schritt in der Kostenrechnung. Hier geht es darum, alle Kosten, die in einem Unternehmen anfallen, zu erfassen und zu kategorisieren. Einfach gesagt, ist es wie das Sortieren von Rechnungen in verschiedene Ordner – ein Ordner für Miete, ein Ordner für Gehälter, ein Ordner für Materialkosten und so weiter.
  2. Kostenstellenrechnung Sobald alle Kosten erfasst und kategorisiert sind, müssen wir herausfinden, wo im Unternehmen diese Kosten anfallen. Das ist der Zweck der Kostenstellenrechnung. Jeder Bereich des Unternehmens, der Kosten verursacht, wird als Kostenstelle bezeichnet. Beispiele für Kostenstellen können eine Produktionsabteilung, eine Marketingabteilung oder ein Vertriebsteam sein. Durch die Zuordnung von Kosten zu bestimmten Kostenstellen können wir besser nachvollziehen, welche Bereiche des Unternehmens am meisten Kosten verursachen.
  3. Kostenträgerrechnung Der letzte Schritt ist die Kostenträgerrechnung. Ein Kostenträger ist das Produkt oder die Dienstleistung, die ein Unternehmen verkauft. In der Kostenträgerrechnung werden die Gesamtkosten eines Produkts oder einer Dienstleistung ermittelt, indem alle Kosten zusammengezählt werden, die bei seiner Herstellung oder Bereitstellung anfallen. Dazu gehören sowohl direkte Kosten (zum Beispiel die Materialkosten für die Herstellung eines Produkts) als auch indirekte Kosten (zum Beispiel der Anteil der Mietkosten, der auf die Produktion entfällt).

Ist sich ein Unternehmen erst einmal über die eigene Kostenstruktur bewusst, kann das Unternehmen bessere Entscheidungen im Bezug auf Verkaufspreise, Einführung neuer Artikel oder Ähnliches treffen.

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