Konten und alles was damit zusammenhängt
Du hast sicherlich schon bemerkt, dass in der doppelten Buchführung alle Geschäftsvorgänge über verschiedene Konten abgewickelt werden. In diesem Unterbeitrag tauchen wir tiefer in die Welt der Konten ein und beleuchten ihre unterschiedlichen Funktionen und Rollen.

(Veidl, Bauer, Nitschinger; „Unternehmensrechnung HAK I – Ganz genau“; Auflage 2022; Kontenplan als Zusatzblatt; Hölzel Verlag)
Das ist ein Kontenplan – er ist essentiell für die Arbeit mit Transaktionen und Buchungen in einem Unternehmen. Auf diesem findest Du alle Konten, die Du zum Verbuchen der laufenden Geschäftsfälle benötigst. Wenn Du diesen Downloaden möchtest, findest Du ihn Hier. Doch was bedeuten die einzelnen Klassen und Farben?
Kontenklassen

Zunächst können die Konten in Aktive & Passive Bestandskonten sowie Erfolgskonten eingeteilt werden. Was genau mit den einzelnen verbucht wird, haben wird in den Unterbeiträgen „Was ist eine Bilanz?“ und „Gewinn und Verlust Rechnung“ bereits besprochen. Nochmals kurz zur Wiederholung:
- Aktive Bestandskonten – hier wird das Vermögen des Unternehmens verbucht
- Passive Bestandskonten – hier wird das Kapital des Unternehmens verbucht
- Erfolgskonten – hier werden die Aufwände und Erträge verbucht, die das Eigenkapital verändern
Je nachdem, welchen Geschäftsfall Du also verbuchst, verwendest Du das passende Konto. Mehr zu den einzelnen Kontenklassen und wie Du das richtige Konto zum verbuchen findest, wirst Du während deines Unterrichts am IT-Kolleg Imst lernen.
Aufbau eines Kontos
Wie auch schon beim GuV-Konto, sind die einzelnen Konten in T-Form und verfügen über eine Soll- und eine Haben-Seite. Je nachdem, welche Kontoart Du verwendest, befindet sich die Zunahme bzw. die Abnahme des Kontowertes auf einer anderen Seite.

Bei Aktiven Bestandskonten und Aufwandskonten muss eine Zunahme des Kontowertes auf der Soll-Seite und eine Abnahme auf der Haben-Seite des Kontos verbucht werden. Bei Passiven Bestandskonten und Erfolgskonten ist es genau umgekehrt. Wenn ein Unternehmen z.B. eine Handelsware verkauft, so wird der Verkaufswert auf der Haben-Seite eines Erfolgskontos verbucht – der Verkaufswert erhöht also den Wert des Erfolgskontos. Natürlich würden weitere Buchungen in anderen Konten durchgeführt werden müssen, dies ist an diesem Punkt aber nicht relevant.
Nochmals der Tipp einer ehemaligen Studierenden: bezeichne die Seiten der Konten niemals als „Links“ und „Rechts“ – verwende stets die Bezeichnung „Soll-Seite“ oder „Haben-Seite“.